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Arbeiten unter Extrembedingungen

Murrhardt-Fornsbach, 24.02.2022

 

Feedback der HTB Bau hat die Entwicklung des RotoTop der Holp GmbH stark unterstützt

Die HTB Baugesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen der Swietelsky AG, hat jahrzehntelange Erfahrungen bei Projekten im Hochgebirge und im Spezialtiefbau. Aktuell werden im Tiroler Sellrain-Tal zwei neue Wasserkraftwerke gebaut, HTB übernimmt die Ausführung der gesamten Bauarbeiten. Auf dieser Baustelle, wie auch seit 10 Jahren immer mit dabei sind die Drehantriebe RotoTop der Holp GmbH – sie leisten einen wichtigen Beitrag zum effizienten Fortgang auf der Baustelle.

Warum lässt sich ein erfolgreicher Tiroler Bauunternehmer von einem schwäbischen Tüftler und ehemaligen Baggerfahrer überzeugen, einen Drehantrieb an den meisten seiner Maschinen dauerhaft zu nutzen? Vor 11 Jahren sind Bernhard Pichler, zuständig für die Gerätetechnik bei HTB, und Günter Holp im Rahmen der BAUMA in München erstmals aufeinandergetroffen und konnten einige Gemeinsamkeiten feststellen: Beide kennen kaum Routine-Tagesgeschäft. Sie machen ständig etwas außerhalb der Norm und sind immer auf der Suche nach der besten Lösung für eine aktuelle Problemstellung – so kann man ganz grob formulieren, was die HTB Baugesellschaft aus Tirol und die Firma Holp aus dem schwäbischen Fornsbach bis heute verbindet.

 

Besondere Einsätze bieten Chancen zur Weiterentwicklung

Günter Holp war beim ersten Kennenlernen sofort fasziniert von den Projekten der HTB, die sich im Spezialtiefbau einen Namen gemacht hat und für die bauen, bohren und sprengen in ungewöhnlichen Situationen zum Tagesgeschäft gehört. Für deren Projekte werden, wenn notwendig, auch Bagger samt Anbaugeräten zerlegt und mit dem Helikopter ins Hochgebirge geflogen. Dort werden die Maschinen dann wieder zusammengesetzt und arbeiten unter Extrembedingungen in großer Höhe und mit hartem Fels. Dass es hier am Berg von besonderer Bedeutung ist, dass ein Bagger nicht ständig versetzt werden muss, versteht sich von selbst. Holp sah sofort die Möglichkeit, seine Drehantriebe unter diesen besonders harten Einsatzbedingungen zu testen und mit Hilfe der Rückmeldungen von den HTB-Baustellen weiterzuentwickeln.

Die HTB wollte damals ihren ersten RotoTop als Drehantrieb für eine Bohrlafette einsetzen, war jedoch anfangs skeptisch, ob das Ganze am Bagger wirklich funktionieren würde. Zudem sollte eine Bohrlafette flexibel an mehreren Baggern eingesetzt werden. Der erste RotoTop RT 301 an einem 28- Tonnen-Bagger und eine schwere Bohrlafette mit Außenhammer als Anbaugerät gingen im Jahr 2012 zunächst auf einer Baustelle in St. Anton in den Einsatz. Hier wurde eine Skipiste verbreitert, wobei der Bagger abwechselnd mit Erdbewegung, Felsabtrag und Bohrarbeiten beschäftigt war.

Dieser erste RotoTop RT301 ist nach manchen Anpassungen zu Beginn, der Nutzung nach all den Jahren und einer Werksüberholung nun an einem zweiten Bagger noch immer Einsatz – ein klares Zeichen dafür, wie robust der RotoTop ist.

Mittlerweile nutzt man bei der HTB Bohrlafetten mit rollengelagerten und damit günstigeren Getrieben, weil damit mehr Drehmoment generiert werden kann. Holp arbeitet grundsätzlich mit reiner Gleitlagerung in den Drehantrieben, was für hohe Robustheit sorgt und auf diese Weise das komplette Öl vom Bagger durch die Drehdurchführungen bringt. Dem Anbaugerät stehen bis zu 350 l/Min. bei 10 bar Staudruck zur Verfügung. Somit macht es auch Sinn, den RotoTop fix am Bagger zu verbauen.

Bei der HTB hat man über die Jahre die Entwicklung des RotoTop begleitet, einige Anpassungen mit veranlasst und ist nun voll überzeugt von den Drehantrieben. Mittlerweile setzt das Tiroler Bauunternehmen unterschiedliche Typen der RotoTop-Serie, fest verbaut an 11 Baggern, ein. Weitere vier Drehantriebe des Models RT.201 sind direkt an Bohrlafetten verbaut. Die aktuellste Anschaffung von HTB ist ein neuer RT.301, der zusammen mit einem vollhydraulischen Schnellwechsler an einem Kobelco SK270 mit Bohrlafette zum Einsatz kommt.

 

Zukunftsweisende Großbaustelle in Tirol

Im Sellraintal hat die HTB Bau GmbH 2021 Aufträge für die Errichtung von zwei Wasserkraftwerken erhalten: Eines für die fünf Gemeinden des Sellraintals (an der Mellach und Fotsch) sowie eines für die Gemeinde Sellrain (im hinteren Fotschertal). In drei Fassungen wird das Wasser eingezogen und durch Druckrohrleitungen mit einer Gesamtlänge von 11,5 Kilometer bis zu den Turbinen befördert.

Für die Region in Tirol ist dieses Projekt ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Energiewende. Nach Fertigstellung der beiden Kraftwerke werden hier ab Anfang 2024 jährlich 63,8 Gigawattstunden Strom erzeugt werden. Das entspricht dem Bedarf von ca. 17.500 Hauhalten. Gleichzeitig ist man bemüht, die Umsetzung so ökologisch vertretbar wie nur möglich zu gestalten. Beispielsweise werden die Fassungsbauwerke so klein wie nur möglich erstellt. Diverse Anlagenteile und alle Leitungen werden bei sehr schwierigen Bodenverhältnissen unter die Erde verlegt. Selbst das Krafthaus entsteht unterirdisch in einer Kaverne.

Bei diesen Projekten hat HTB eine große Bandbreite an Maschinen im Einsatz: Das reicht von Baggern mit 1,5 Tonnen bis hin zu 38 Tonnen Einsatzgewicht. Dazu kommen Bohrlafetten, Bohrgeräte und Radlader sowie die entsprechenden Anbaugeräte. Die auf fünf Baulose aufgeteilten Arbeiten finden alle in sehr hartem und felsigem Untergrund und an Hängen, entlang der Flüsse und Straßen statt. Das erfordert nicht nur die richtigen Maschinen, sondern ebenso eine effiziente Herangehensweise, weil bestimmte Arbeiten nur bei niedrigem Wasserstand der Flüsse erledigt werden können. Hinzu kommt, dass das Material kaum lose zu entfernen ist, sondern mühsam in Blöcken abgebaut werden muss. Um die großen Steine mit einem Gewicht von bis zu 10 Tonnen auszugraben und in Form von Mauern für die Uferbefestigung wieder zu versetzen, ist der RotoTop in Verbindung mit dem Reiß- und Legelöffel das Werkzeug der Wahl. Deren Robustheit beim Herausarbeiten der Steine aus dem Gelände, gepaart mit der Flexibilität beim Versetzen macht die Arbeit auf dieser Baustelle deutlich wirtschaftlicher.

 

Mehr Wirtschaftlichkeit auf der Baustelle

Die HTB Baggerfahrer sind der Meinung, dass der RotoTop gerade auf solch anspruchsvollen Baustellen eine enorme Unterstützung darstellt: „Man kann das Anbauwerkzeug damit wirklich um 360 Grad drehen und beispielsweise auch seitlich mit der Arbeit beginnen und flexibel in alle Richtungen arbeiten, ohne ständig die Maschine versetzen zu müssen“. Dadurch kann man ein Anbauwerkzeug viel intensiver und vielseitiger nutzen und erledigt viel mehr Arbeit in der gleichen Zeit. Für den Maschinenführer ist daher es deutlich einfacher das Bodenpersonal zu unterstützen und zu entlastet.“ Man hat die Erfahrung gemacht, dass die Fahrer, die an den RotoTop gewohnt sind, kaum noch ohne diesen arbeiten wollen.

Gerade auf der Baustelle im Sellrain sorgt der RotoTop beispielsweise am Schreitbagger zusammen mit dem Schnellwechsler dafür, dass wirtschaftlicher gearbeitet werden kann. In „Zwangslagen“ könne man auch ohne Hin- und Herbewegen der Maschine an schwer zugängliche Stellen rankommen. Bäche müssten beispielsweise über provisorische Bachbrücken umgeleitet werden. Mit den Holp Drehgetrieben konnten Bagger unterhalb der Bachbrücken effizient arbeiten und dann die Rohrleitungen im Trockenen verlegen.

Günter Holp ergänzt: „Maschinenführer wollen oft nicht auf das verzichten, was sie gut kennen. So gibt man ihnen anfangs zum RotoTop den Schwenklöffel mit, aber spätestens nach vier Wochen brauchen 90 Prozent diesen nicht mehr, weil sie erkennen, dass ein normaler Löffel ausreicht und in dieser Kombination alles viel schneller geht. So wird es noch wirtschaftlicher.“ Die Profis sind sich einig, dass jede Technik am Bagger mit den Fahrern abgestimmt werden muss. Erst wenn sich die Fahrer selbst von den Vorteilen überzeugt haben, werden sie diese begeistert, richtig und letztendlich wirtschaftlich einsetzen. Aus diesem Grund bietet die Holp GmbH auch Schulungen auf dem eigenen Testgelände an, sodass Bauunternehmer und Mitarbeiter selbst die verschiedenen Varianten testen können.

Seit über zehn Jahren geht die HTB noch einen Schritt weiter: Um für die eigenen Anforderungen noch besser gerüstet zu sein, werden die benötigten Bohrlafetten selbst gebaut. In diese Produkte sind alle praktischen Erfahrungen der Spezialtiefbaufirma eingeflossen. Die Geräte haben sich so gut bewährt, dass sie seit zwei Jahren auch für den Markt produziert und verkauft werden.

Holp und HTB wollen auch in Zukunft die gemeinsame Entwicklung weiter vorantreiben: schließlich sind beide Unternehmen immer auf der Suche nach weiterer Optimierung ihrer Geräte für die Baustelle, um das Geschehen vor Ort immer wirtschaftlicher und zukunftssicher zu machen.