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Besserer Hochwasserschutz durch Grabenunterhalt

Murrhardt-Fornsbach, 16.02.2023

 

Holp VarioLöffel sorgt für mehr Wirtschaftlichkeit bei der Pflege von Gräben und Bankett

Im Bauhof Eningen hat man seit kurzem den Holp VarioLöffel im Einsatz und ist überaus überrascht, wie viele unterschiedlichen Aufgaben von nur einem Anbaugerät in kürzerer Zeit erledigt werden. Gleichzeitig wird hier ein wichtiger Beitrag zur Pflege der Infrastruktur übernommen, die auch dem Hochwasser- und Naturschutz dient.

Jens Herold ist Bauhofleiter der Gemeinde Eningen und in dieser Funktion auch verantwortlich für die Beschaffung von Fahrzeugen, die nach Auftragslage und einem fünfjährigen Beschaffungskonzept angeschafft werden. Die Zielsetzung ist es dabei immer, die vorhandenen Maschinen (Bagger, Lastwagen mit Abrollcontainer, Unimog) so effizient wie möglich einzusetzen und die Abläufe bei der Pflege der Infrastruktur stetig zu verbessern. In einer Nachbargemeinde hat Herold erstmals den Einsatz des VarioLöffels von Holp gesehen. Nach fachkundiger Beratung durch Holp-Vertriebsmitarbeiter Michael Jakobi wurde der Löffel über den Händler Niklaus Baumaschinen für den Atlas WSR 160 beschafft.

 

Ein Löffel – unzählige Möglichkeiten

Für den Bauhof-Leiter ist es wichtig, dass mit dem Löffel das optimale V-Profil der Gräben hergestellt werden kann. Dabei kann man mit dem VarioLöffel ganz einfach unterschiedlich tiefe und breite Graben ziehen, abhängig davon, wieviel Platz für den Graben vorhanden ist, z.B. ein kleinerer Graben neben einem Radweg, ein größerer neben einer Landstraße. Es ist laut Jens Herold etwa alle vier bis fünf Jahre notwendig, die Gräben nachzuziehen und gründlich auszuputzen, damit sie bei Starkregen ausreichend Wasser aufnehmen können. „Als Gemeinde müssen wir uns auf immer häufigere auftretende, punktuell auch sehr starke Regenfälle vorbereiten und dafür Sorge tragen, dass unsere Gräben ausreichend viel Wasser aufnehmen können. Damit wird dann die Fließgeschwindigkeit hin zu den Bächen und Flüssen verringert und Überschwemmungen vermieden.“

Bei dieser Arbeit hat sich der VarioLöffel jetzt schon bewährt: Innerhalb von knapp 3 Wochen seit der Anschaffung wurden 510 Tonnen Erde aus den Gräben entfernt, insgesamt Gräben über eine Länge von 7 km geputzt.  Dabei konnten alle Arbeitsgänge mit einem Bagger und dem LKW erledigt werden. Wann immer Aushub durch den LKW abtransportiert wurde, konnte der Baggerfahre den Löffel drehen und mit dessen Schneide bereits das Bankett abziehen. „Wir haben in der kurzen Zeit bereits so viel geschafft wie sonst in der kompletten Wintersaison. Wenn wir das jetzt jede Wintersaison so durchführen, haben wir in 3 bis 4 Jahren bei allen Gräben der Gemeinde dieses Profil – was sehr wichtig für den Hochwasserschutz ist.“

Unterhaltsmaßnahmen im Einklang mit der Natur

Trotz dieser Notwendigkeit für den Hochwasserschutz der Gemeinde Eningen ist es Jens Herold wichtig, dass die Maßnahmen komplett im Einklang mit der Natur stattfinden. Die Grabenputzarbeiten werden daher ausschließlich zwischen Mitte November und Ende Februar durchgeführt, um die Amphibien nicht zu Brut- und Laichzeiten zu stören. Ebenso sei es nur alle 4 bis 5 Jahre notwendig, eine gründliche Reinigung durchzuführen, um die Aufnahmekapazität des Wassers sicherzustellen, dann könne man die kleinen Biotope wieder sich selbst überlassen.

V-Profil sorgt für einfacheren Unterhalt

Jens Herold erläutert: „Wenn dieses V-Profil einmal angelegt ist, sind auch die nachfolgenden Wartungsarbeiten wesentlich einfacher. Beispielswiese kann der Anbaumulcher am Unimog im optimalen Winkel den Mulcharm ganz einfach in den Graben halten und beseitigt in zwei sauberen Mähgängen straßenseitig und böschungsseitig ganz einfach das Straßengrün.“

Ebenso sei es künftig sehr viel einfacher, das Volumen der Gräben durch die Grundreinigung zu erhalten, wenn sie einmal V-förmig vorgezogen seien. „Wir sind uns sicher, dass sich diese Investition in kürzester Zeit amortisiert hat, spätestens aber nach drei Jahren. Danach verdienen wir praktisch Geld mit dem Löffel – dass aber gleichzeitig Schäden wie Überschwemmungen vorgebeugt wird, ist unbezahlbar!“ sagt Jens Herold.