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RotoTop mit Kranfix macht Forstkräne flexibel und wirtschaftlich
Murrhardt-Fornsbach, 19.02.2025
Wahlers Forsttechnik aus dem südlich von Hamburg gelegenen Stemmen bietet seinen Kunden eine große Auswahl an Forstmaschinen und Zubehör von renommierten Herstellern. Das Unternehmen ist Generalimporteur von Ponsse für Deutschland und Österreich und bietet natürlich auch alle verbundenen Dienstleistungen an. Zur Unternehmensgruppe gehören eine Niederlassung in Uffenheim bei Würzburg sowie Tochtergesellschaften in Ostdeutschland, Österreich und Händler in der Schweiz.
Wahlers beschäftigt insgesamt 145 Mitarbeiter und bietet einen sehr hohen Standard, u.a. beim Service: Ersatzteile sind überwiegend vorrätig und werden bei dringendem Bedarf über Nacht zum Kunden versandt. Auch, wenn Kunden neu zu entwickelnde Sonderlösungen für spezielle Anwendungen mit ihren Forstmaschinen benötigen, kümmert sich das Unternehmen gerne um die Anfrage.
Mit Pilot-Projekt neue Wege beschritten
Jürgen Cordes ist seit 21 Jahren bei Wahlers, hat als Außendienst-Monteur angefangen, später dann auch Einweisungen bei Neumaschinen übernommen und betreut heute den Bereich „Rückezug“ in allen technischen Details. Er ist auch zuständig für Sonderanforderungen und Umbauten aller Art. So kam es auch zum Anbau des Holp Kranfix und RotoTop an einen Harvester Ponsse Fox der Butterweck Rundholzlogistik GmbH & Co. KG aus Lehe/Ems, einem langjährigen Stammkunden von Wahlers, der Dienstleistungen rund um Holzhandel und Forstpflege anbietet.
Norbert Küwen ist gelernter Industriemechaniker, langjähriger Harvester-Fahrer und heute Holzeinkäufer von Butterweck, er hat sich in diesem Projekt engagiert. Ihm ging es darum, den 20-Tonnen-Harvester mit zusätzlichen Möglichkeiten auszustatten, sodass dieser außerhalb seiner Vollernter-Funktion weitere Aufgaben im Dienstleistungsbereich des Unternehmens übernehmen könne. So begann die Zusammenarbeit von Norbert Küwen mit Jürgen Cordes, der durch seine Recherche auf die Anbaugeräte von Holp stieß.
RotoTop sorgt für maximale Flexibilität der Sägeköpfe
Da Forstmaschinen nicht über die Kinematik eines Baggers verfügen und mit dem Arm praktisch nur einen Kran mit Gelenk darstellen, wurde eine Lösung für mehr Flexibilität für den Kranarm gesucht. Gleichzeitig gab es bei diesem Projekt die Vorgabe, dass das komplette System wieder rückbaubar sein musste. Wichtig war, dass auch Anbaugeräte wie Sägeköpfe maximal flexibel bewegt werden können, sodass hier ein Drehantrieb zum Einsatz kommen musste. Um diese beiden Geräte aus einer Hand zu erhalten, hatte sich Wahlers für die Zusammenarbeit mit Holp entschieden. Seither ist Wahlers nun auch A-Händler von Holp und kann seinen Kunden neben dem Kranfix auch die ganze Palette der RotoTop und RotoX anbieten.
Größere Maschinenauslastung für Harvester
Auch nach 400 Betriebsstunden im täglichen Einsatz wird beim neuen System immer noch weiter getestet, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die entstehen, wenn die Reichweite und Leistung des Harvesters mit der neuen Technik und Flexibilität von Kranfix und RotoTop kombiniert wird. Bis jetzt hat sich laut Norbert Küwen schon gezeigt, dass der umgerüstete Forstkran zahlreiche weitere Aufgaben übernehmen kann, was umso wichtiger ist, weil es durch Stürme und Käferbefall nicht mehr so viele Holzeinschläge gibt und die Maschine somit schlechter als früher ausgelastet ist.
So können mit dem Forstcutter an Kranfix und RotoTop große Bestände an dünnem Holz durch die Sammelfunktion und die präzise Ansteuermöglichkeit effektiv entfernt werden. Dabei muss der Maschinenführer nicht ständig neu ansetzen, was den Vorgang beschleunigt, z.B. wird so die schnell wachsende Traubenkirsche unter älterem Baumbestand entnommen, gehäckselt und zur Energiegewinnung genutzt. Auch Sträucher und Bäume können bis zu einer Höhe von 10 Metern problemlos geschnitten werden.
Im Forst selbst befinden sich die Rückegassen in einem Abstand von 20 Metern, somit muss mit dem Kran nicht in den Bestand gefahren werden, um zu schneiden oder Holz zu entnehmen. Durch diese große Reichweite kann die Bodenverdichtung auf die Gassen beschränkt bleiben. Norbert Küwen erklärt: „In manchen Bereichen ist Mulchen gar nicht mehr erlaubt, sodass wir auch diese Aufgabe mit dem Forstcutter an der Forstmaschinen übernehmen können.“
Ebenso habe man bereits Tests mit einem Reisigrechen gemacht, um den Boden zum neuen Bepflanzen vorzubereiten. Denkbar sei ebenfalls das Beschneiden von Straßenrändern. „Auch wenn wir eigentlich noch in der Versuchsphase sind, interessieren sich doch schon viele für das neue System, sodass künftig die Kombination RotoTop und Kranfix sicher häufiger bei der Erledigung der unterschiedlichsten Aufgaben im Forst zu sehen sein wird“, meint Küwen.
